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ERF Jess App – Radio, Podcasts und Social Feed in React Native neu entwickelt

ERF Jess App – Radio, Podcasts und Social Feed in React Native neu entwickelt

React Native App (iOS + Android) mit Livestream, Podcasts und Social FeedApp-Entwicklung, Radio-App, Podcast-App, Streaming7 Monate Entwicklung + laufende Weiterentwicklung

Codana hat die ERF Jess App komplett in React Native neu entwickelt. Aus einer klassischen Radio-App ist eine moderne Radio-, Podcast- und Social-Media-App geworden – mit Livestream, eigenem Playlist-Player, Social Feed, Offline-Downloads und vielen weiteren Funktionen. Verfügbar für iOS und Android mit mehreren tausend aktiven Nutzern und Store-Bewertungen von 4,8 (iOS) und 4,2 (Android).

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Projektdetails

Dauer:

7 Monate Entwicklung + laufende Weiterentwicklung

Team:

2 (Developer + Designer/PM)

Branche:

Unterhaltung und Kultur

Von der klassischen Radio-App zur modernen Medien-App

ERF Medien gehört zu den größten christlichen Medienhäusern im deutschsprachigen Raum. Mit der ERF Jess App bieten sie ihren Hörern einen jungen, positiv-ausgerichteten Radiosender – und zunehmend deutlich mehr als nur Radio: Podcasts, Interviews, Community-Inhalte. Damit dieses wachsende Angebot wirklich zeitgemäß erlebbar wird, haben wir die ERF Jess App komplett neu entwickelt: mit React Native, einem modernen Design und Features, die klassische Radio-Apps weit hinter sich lassen.

Herausforderung

Die bestehende ERF Jess App war eine klassische Radio-App und bildete das stark gewachsene Content-Angebot von ERF Medien nicht mehr ab. Podcasts, Einzelbeiträge, Community-Inhalte und moderne Nutzererwartungen an Offline-Downloads, personalisierte Playlists und Social-Features waren in der alten Architektur nicht mehr sinnvoll ergänzbar. Gleichzeitig musste die neue App auf einer breiten Geräteflotte – vom iPhone SE bis zum iPad Pro, inklusive CarPlay und Android Auto – konsistent funktionieren und einen robusten Audio-Stream liefern, der auch bei schwankender Mobilfunkverbindung stabil bleibt.

Lösung

Wir haben die ERF Jess App von Grund auf in React Native neu entwickelt und gleichzeitig mit dem ERF-Backend-Team neue Schnittstellen definiert, die die erweiterten App-Funktionen ermöglichen. Der Radio-Livestream läuft über HTTP progressive Streaming (AAC im M4A-Container), Videoinhalte über HLS. Push-Benachrichtigungen werden über OneSignal ausgespielt, die Analyse datenschutzfreundlich über Matomo. Das Ergebnis ist eine moderne Media-App, die Radio, Podcasts und Community-Inhalte in einer Anwendung vereint – mit eigenem Audio-Player, persönlichen Playlists, Offline-Downloads, Sleep Timer, Kommentaren und Teilen-Funktion. Eine einheitliche Design-Sprache und eine zentrale Audio-Pipeline sorgen dafür, dass das Erlebnis auf allen Geräten konsistent ist.

Ergebnisse in Zahlen

4,8 / 5
iOS Bewertung
4,2 / 5
Android Bewertung
Mehrere Tausend
Aktive Nutzer
7 Monate + laufend
Entwicklungsdauer
11+
Neue Kernfunktionen

Key Results

Komplette Neuentwicklung der Bestands-App auf modernem Stack
Aus Radio-App wurde Media-App: Podcast-Player, Social Feed und Kommentarfunktion ergänzt
Persönliche Playlists und Offline-Downloads für Beiträge umgesetzt
API-Schnittstellen gemeinsam mit dem ERF-Backend-Team konzipiert und entwickelt
Laufende agile Weiterentwicklung im engen Austausch mit ERF Medien

Projekt Insights

Ein Projekt dieser Größenordnung entsteht nicht in einem einzigen Wurf – und genau das ist der Punkt. Die ERF Jess App ist das Ergebnis eines durchgängig agilen Prozesses, in dem wir gemeinsam mit ERF Medien jede Phase vom ersten Architektur-Skizze bis zum Feature-Update im Live-Betrieb intensiv betreut haben.

Phase 1: Anforderungsdokument und technische Architektur – das Fundament für alles Weitere

Bevor die erste Zeile Code entsteht, muss klar sein, was gebaut werden soll. Deshalb haben wir gemeinsam mit ERF Medien als ersten konkreten Arbeitsschritt ein ausführliches Anforderungsdokument erarbeitet. Darin sind alle Funktionen, Nutzer-Flows, technischen Rahmenbedingungen und Nicht-Funktionalen Anforderungen sauber dokumentiert: vom Livestream über die Playlist-Logik, die Offline-Download-Strategie, die Push-Targeting-Regeln bis zu den Designprinzipien für die gesamte App.

Dieses Dokument war über das komplette Projekt hinweg das zentrale Referenzwerk. Es hat verhindert, dass Features aus dem Ruder laufen, dass Anforderungen im Laufe der Entwicklung verloren gehen oder dass unklar bleibt, warum eine bestimmte Entscheidung getroffen wurde. Gerade in einem agilen Projekt ist eine belastbare Dokumentation kein Widerspruch zur Agilität – im Gegenteil: Sie schafft die stabile Grundlage, auf der sich dann agile Iterationen überhaupt erst sicher bewegen können.

Die Entscheidung für React Native stand von Anfang an fest – und aus gutem Grund. Für eine Medien-App, die auf iOS und Android mit derselben Qualität laufen soll, bietet React Native eine Reihe klarer Vorteile:

  • Eine einzige Codebasis für iOS und Android – neue Features, Bugfixes und Designänderungen werden einmal entwickelt und erscheinen auf beiden Plattformen gleichzeitig.
  • Schnellere Time-to-Market und geringere Gesamtkosten – im Vergleich zu parallel gepflegten nativen Codebases spart das Unternehmen deutlich an Entwicklungsaufwand, ohne Kompromisse bei der nativen User Experience.
  • Native Performance, wo sie zählt – für anspruchsvolle Audio-Szenarien greift React Native direkt auf die nativen Media-Frameworks von iOS und Android zurück. Der Livestream, die Hintergrundwiedergabe und die CarPlay- sowie Android-Auto-Integration laufen damit auf derselben Ebene wie bei einer nativen App.
  • Großes Ökosystem – bewährte Libraries für HLS-Streaming, Offline-Storage, Push-Benachrichtigungen und Analytics sind sofort einsetzbar, statt dass alles von Grund auf neu implementiert werden muss.
  • Zukunftssicherheit – React Native wird von Meta aktiv weiterentwickelt und von einem großen, professionellen Entwickler-Ökosystem getragen. Auch in fünf Jahren ist die Codebasis noch auf einem modernen Stand wartbar.

Parallel zur Festlegung des Stacks haben wir die API-Landschaft analysiert: Was liefert das bestehende ERF-Backend bereits? Welche neuen Endpunkte brauchen wir für Playlists, Offline-Inhalte, Favoriten, Kommentare und den Social Feed? In enger Abstimmung mit dem ERF-Backend-Team sind konkrete Schnittstellen-Definitionen entstanden, die für beide Seiten eine verlässliche Arbeitsgrundlage geschaffen haben. Die Kombination aus strukturiertem Anforderungsdokument und klar definierten APIs hat sich durch das gesamte Projekt hindurch ausgezahlt – es gab während der Entwicklung praktisch keine Phase, in der wir Architektur-Entscheidungen zurücknehmen mussten.

Phase 2: Redesign – von der Radio-App zur Media-Plattform

Parallel zur technischen Architektur haben wir das komplette Design neu gedacht. Die alte ERF Jess App war ein klassischer Radio-Player mit begrenzter visueller Sprache. Für die neue App brauchte es ein Designsystem, das Radio, Podcast-Player, Social Feed und Kommentar-Funktionen in einer zusammenhängenden Produktidee vereint.

Dabei ging es nicht darum, „moderner auszusehen", sondern darum, das Produkterlebnis grundsätzlich neu aufzustellen. Wie bewegt sich ein Nutzer zwischen Livestream und On-Demand? Wie findet er einen Beitrag wieder, der ihm gestern gefallen hat? Wie baut er sich eine eigene Playlist? Wie werden Kommentare angezeigt, ohne dass die App überladen wirkt? Jede dieser Fragen haben wir mit ERF Medien im Dialog geklärt – in Design-Iterationen, Klick-Prototypen und frühen Testläufen auf echten Geräten.

Das Ergebnis ist ein Designsystem, das auf allen Bildschirmgrößen funktioniert – vom kleinen iPhone SE bis zum iPad Pro – und sowohl eine junge, moderne Ästhetik ausstrahlt als auch die Identität von ERF Medien respektiert.

Phase 3: Entwicklung in agilen Sprints

Die eigentliche Entwicklung lief in zweiwöchigen Sprints zwischen Juni und Dezember 2025. Jeder Sprint folgte demselben Muster: klar definiertes Sprint-Ziel, tägliche Abstimmungen im kleinen Team, Ende der Sprintwoche eine Demo auf echter Hardware mit ERF Medien. Diese Taktung hat uns erlaubt, schnell zu liefern und gleichzeitig jederzeit nachzujustieren, wenn Nutzer-Feedback oder veränderte Prioritäten es erforderten.

Dabei haben wir klar priorisiert und die MVP-Anforderungen zuerst umgesetzt: die Audio-Pipeline mit progressivem AAC/M4A-Streaming und Hintergrundwiedergabe, die zentrale Navigation und das Fundament für Playlists und Offline-Downloads. Ziel war es, möglichst früh eine belastbare, funktionierende Basis zu schaffen, auf der sich alle weiteren Funktionen als stimmige Gesamtlösung aufbauen lassen. Jedes zusätzliche Feature – vom Social Feed über Kommentare und Sleep Timer bis hin zu CarPlay- und Android-Auto-Integration – konnte so auf einem stabilen Kern ergänzt werden, statt parallel an vielen Einzelbaustellen zu arbeiten. Dieser konsequente MVP-Ansatz hat dafür gesorgt, dass die App am Ende nicht wie eine Sammlung einzelner Funktionen wirkt, sondern wie ein in sich geschlossenes Produkt.

Besonders prägend war die Handschlag-Mentalität zwischen beiden Teams. Wenn aufseiten des ERF-Backends eine neue API-Anpassung nötig war, wurde sie innerhalb von Tagen geliefert. Wenn wir im Frontend eine kreative Lösung für ein Edge-Case brauchten, haben wir sie gemeinsam gefunden. Keine langen Ticket-Ketten, kein endloses Anforderungs-Management – sondern direkte Kommunikation und gegenseitiges Vertrauen.

Phase 4: Launch und Store-Release

Im Dezember 2025 war es so weit: Die neue ERF Jess App war bereit für den Store-Release. Ein Release in den Apple App Store und den Google Play Store ist selbst ein Mini-Projekt – App Store Review, Screenshot-Design, Store-Texte, Datenschutzangaben, TestFlight-Phasen mit realen Nutzern. Wir haben diese Schritte parallel zur finalen Entwicklungsphase strukturiert begleitet, sodass die App zum geplanten Termin in hoher Qualität in beiden Stores verfügbar war.

Mit dem Launch ging parallel eine strukturierte Support-Phase an den Start. Da die App ohne Account genutzt werden kann, lag der Fokus nicht auf einer Nutzermigration, sondern darauf, das Feedback der tatsächlichen Nutzer aus den ersten Wochen im Live-Betrieb systematisch zu erfassen: Anfragen im Store, Rückmeldungen über Support-Kanäle, Hinweise aus der ERF-Community. Dieses Feedback war und ist die Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung – jede Iteration nach dem Launch basiert auf einer klaren Datenbasis aus echter Nutzung, nicht auf Vermutungen.

Phase 5: Kontinuierliche Verbesserung seit Januar 2026

Ein App-Launch ist kein Projektende, sondern der Start der eigentlichen Produktphase. Seit Januar 2026 betreuen wir die ERF Jess App in einem laufenden Wartungs- und Weiterentwicklungs-Modus. Das umfasst:

  • Schnelle Reaktion auf Nutzer-Feedback aus den App Stores
  • Regelmäßige Anpassungen an neue iOS- und Android-Versionen
  • Weiterentwicklung einzelner Features auf Basis echter Nutzungsdaten
  • Performance-Monitoring und Bugfixing
  • Enge Abstimmung mit dem ERF-Backend-Team zu neuen API-Anforderungen

Diese laufende Begleitung ist kein Zufallsprodukt, sondern Teil unseres Verständnisses von Softwareentwicklung: Eine App lebt, solange sie genutzt wird – und sie muss sich mit ihren Nutzern weiterentwickeln. Jede Woche im Live-Betrieb liefert neue Erkenntnisse, die wir in kleinen, gezielten Updates einfließen lassen.

Das Besondere an diesem Projekt

Drei Dinge machen die ERF Jess App aus unserer Sicht zu einem Projekt, auf das wir besonders stolz sind:

Erstens: die Tiefe der Integration. Von der Architektur über das Redesign bis zum Launch und darüber hinaus war Codana an jedem Schritt beteiligt. Kein externer Designer, der nach dem Konzept verschwindet. Kein Dienstleister, der nach dem Launch die Verantwortung abgibt. Ein Team, das das Produkt von der ersten Idee bis zum aktuellen Update vollständig kennt.

Zweitens: die Qualität der Zusammenarbeit mit ERF Medien. Ein so ambitioniertes Projekt ist nur möglich, wenn zwei Teams auf Augenhöhe zusammenarbeiten – mit gegenseitigem Vertrauen, kurzen Entscheidungswegen und einem gemeinsamen Qualitätsanspruch. Diese Arbeitsweise ist nicht selbstverständlich, und sie ist einer der Hauptgründe, warum das Projekt so reibungslos gelaufen ist.

Drittens: die messbaren Ergebnisse. 4,8 Sterne im iOS App Store sind in der Radio-App-Kategorie eine absolute Ausnahme. Die Nutzerzahlen wachsen kontinuierlich. Die neuen Features werden aktiv genutzt. Und die laufende Weiterentwicklung hält die App dauerhaft auf einem Stand, der sie von vergleichbaren Apps deutlich abhebt.

Technologie & Architektur

React Native als plattformübergreifende Basis für iOS und Android, mit einer zentralen, plattformspezifisch abstrahierten Audio-Pipeline für Livestream- und On-Demand-Wiedergabe. Der Radio-Livestream läuft über HTTP progressive Streaming: AAC-kodiertes Audio im M4A-Container wird während der Wiedergabe fortlaufend per HTTP nachgeladen – eine etablierte, ressourcenschonende Methode mit breiter Player-Kompatibilität. Für Videoinhalte kommt HLS (HTTP Live Streaming) mit automatischer Bitrate-Anpassung zum Einsatz. Die Inhalte liefert das bestehende ERF-Backend über REST-Schnittstellen, die wir gemeinsam mit dem ERF-Backend-Team für die neuen App-Funktionen erweitert haben. Push-Benachrichtigungen laufen über OneSignal mit segmentbasiertem Targeting, die Nutzungsanalyse datenschutzfreundlich über Matomo ohne Cookies und ohne Daten-Transfer in Drittländer. Für Offline-Downloads und Playlist-Synchronisation nutzt die App einen lokalen Storage mit transparenter Synchronisation zur Cloud.

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