FHIR und Digitale Gesundheitsanwendungen im Kontext

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FHIR und Digitale Gesundheitsanwendungen im Kontext? Wir erklären die Potenziale, die sich hinter diesem Ansatz verbergen. Das FHIR-Datenmodell (Fast Healthcare Interoperability Resources) ist ein Standard für die Definition von Ressourcen und zugehörigen Metadaten. Es ermöglicht den Austausch von Gesundheitsinformationen.

Dazu gehören beispielsweise Gesundheitsakten, klinische Inhalte und andere relevante Systeminformationen, wie z. B. die Fähigkeiten der EHRs (Electronical Health Record), in einem konsistenten, strukturierten und dennoch flexiblen modularen Format. Der Standard wurde von der Health Level Seven International (HL7) Organisation für Standards im Gesundheitswesen erstellt. FHIR-Daten sind für die Verarbeitung durch Computer vorgesehen, sind aber so strukturiert, dass sie für den Menschen lesbar sind [1]. FHIR und digitale Gesundheitsanwendungen stehen somit in einer engen Beziehung zueinander.

Was steckt hinter FHIR und welche Ziele werden verfolgt?

FHIR ist einfacher zu implementieren, da es eine moderne webbasierte Suite von API-Technologien verwendet und auf früheren Datenformatstandards von HL7 aufbaut. FHIR beinhaltet ein HTTP-basiertes RESTful-Protokoll, HTML und CSS für die Integration der Benutzeroberfläche, mit einer Option für JSON, XML oder RDF für die Datendarstellung und Atom für die Ergebnisse. Diese Eigenschaften von FHIR sind im Kontext von Digitalen Gesundheitsanwendungen besonders fördernd.

Eines der Ziele von FHIR ist es, die Interoperabilität zwischen bestehenden Gesundheitssystemen und Digitalen Gesundheitsanwendungen zu unterstützen, die Verwaltung von Gesundheitsinformationen für Leistungserbringer und Einzelpersonen auf einer Vielzahl von Geräten – von Computern über Tablets bis hin zu Mobiltelefonen – zu vereinfachen und es Anwendungsentwicklern von Drittanbietern zu ermöglichen, medizinische Anwendungen bereitzustellen, die einfach in bestehende Systeme integriert werden können. Dadurch können mit Hilfe von FHIR Apps für Digitale Gesundheitsanwendungen von Drittanbietern entwickelt und nahtlos in die EHR integriert werden, was den Apps den Zugriff auf Daten innerhalb des Systems in einer standardisierten Methodik ermöglicht. Dieser Zugriff ermöglicht die Erweiterung der EHR-Funktionen, ohne dass die EHR-Anbieter die Funktionalität selbst implementieren müssen.

Anwendungsbeispiel von FHIR im Kontext Digitaler Gesundheitsanwendungen

Die kontinuierliche Überwachung von Vitaldaten und der damit verbundene Einsatz von digitalen Gesundheitsanwendungen ist zu einer wichtigen Ergänzung der traditionellen medizinischen Behandlung geworden, um den Erfolg einer Therapie zu sichern. Integrierte Gesundheitsüberwachungslösungen, die auf bestehenden Gesundheitsstandards basieren, bieten Interoperabilität und ermöglichen Gesundheitsdienstleistern und Patienten den Austausch und Zugriff auf ihre Daten über institutionelle Grenzen hinweg. Für DiGAs (Digitale Gesundheitsanwendungen) ist die Erfüllung einiger Anforderungen nötig. Diese gehen beispielsweise mit der Kompatibilität angrenzender Systeme und ihrem Datenaustausch einher. Dafür müssen konkrete Regeln definiert werden, wie beispielsweise die strukturelle, syntaktische, semantische und organisatorische Interoperabilität. Der medizinische Bereich könnte künftig von einem Zusammenspiel von FHIR und Digitalen Gesundheitsanwendungen profitieren.

FHIR und Digitale Gesundheitsanwendungen können Potenziale im medizinischen Bereich schaffen, die sich positiv auf die Interoperabilität der Systeme, den Austausch von Informationen und der Integrität der Daten auswirken.

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